LEADER fördert Organisationsgutachten

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„Sind unsere Verwaltungen im Hinblick auf die absehbaren Herausforderungen der Zukunft richtig aufgestellt?“ – diese Frage möchten die drei Verbandsgemeinden des Gemeindeverwaltungsverband Zwiefalten-Hayingen im Rahmen eines Organisationsgutachtens klären lassen. Das Land und die EU unterstützen dieses Vorhaben durch einen Zuschuss aus dem Förderprogramm LEADER.

In einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte der Stadt Hayingen sowie der Gemeinden Pfronstetten und Zwiefalten wurde im November 2015 in großer Einigkeit festgelegt, dass dieses Thema, das in den vergangenen Jahren immer wieder einmal andiskutiert wurde, nunmehr auch einmal professionell beleuchtet werden soll.

Im Nachgang hierzu wurden in Frage kommende Beratungsbüros kontaktiert und um entsprechende Angebote gebeten. „Hier geeignete Anbieter zu finden war tatsächlich eine große Herausforderung“, so der Verbandsvorsitzende Reinhold Teufel (Pfronstetten), „die meisten Büros haben mit der laufenden Umstellung der Kommunen auf die Doppik alle Hände voll zu tun“.  Und mindestens drei Angebote mussten im LEADER-ZUschussverfahren dem Regierungspräsidium vorgelegt werden, um eine wirtschaftliche Vergabe nachweisen zu können.

Mit dem Tübinger Büro Heyder+Partner wurde letztlich ein Partner ausgewählt, der zum einen viel in der Region tätig ist und die strukturellen Gegebenheiten deshalb auch gut kennt, und der zum anderen auch schon andere Gemeinden bei Überlegungen zur Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit unterstützt hat.

Noch vor Weihnachten ging der Bewilligungsbescheid des Regierungspräsidiums ein, so dass nunmehr auch die förmliche Beauftragung erfolgen kann. Von den Projektkosten in Höhe von 25.000 € tragen Land und EU 12.000 €, den verbleibenden Eigenanteil teilen sich die Verbandsgemeinden nach einem festgelegten Schlüssel.

„Wir wollen zunächst einmal nur analysieren und Potenziale erkunden, eine schnelle Umsetzung ist nicht unser Ziel“, so Teufel weiter. Schließlich gelte es auch, alle Schritte zusammen mit denen zu gehen, die davon unmittelbar betroffen sind. Neben der Bürgerschaft in den drei Verbandsgemeinden sind dies insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen. „Veränderungsprozesse lösen ganz automatisch zunächst auch Unsicherheiten aus. Unser Ziel ist es, zunächst in einem transparenten Verfahren mögliche Optionen zu ermitteln. Wir wollen keine Veränderungen nur um ihrer selbst willen, sondern nur solche, die von den Beteiligten als zielführend und vorteilhaft angesehen werden“ sagt der Pfronstetter Bürgermeister, der sich darin mit seinen Kollegen Kevin Dorner aus Hayingen und Matthias Henne aus Zwiefalten einig ist.

Neben der Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird auch die Beteiligung der Bürgerschaft eine zentrale Rolle spielen. Angedacht sind mehrere Veranstaltungstermine in den Gemeinden, bei denen auch erfragt werden soll, welche Leistungen sich die Menschen konkret von ihren Rathäusern erwarten.  „Wir haben mit einer solchen Bürgerwerkstatt zuletzt in unserem Teilort Tigerfeld gute Erfahrungen gemacht, hier werden manchmal Ideen geboren, die ebenso überraschend wie naheliegend sind“ zeigt sich der Pfronstetter Bürgermeister zuversichtlich. Zunächst soll nun ein Fahrplan für den Prozess entworfen werden, der schlussendlich wiederum in einer gemeinsamen Sitzung der drei Gemeinderäte beraten und beschlossen werden soll.  „Wenn es gut läuft“, so Teufel, „steht am Ende des Prozesses anstelle des „man sollte“  ein „wir wollen“ – dann wäre schon sehr viel erreicht.

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