Netzwerkgruppe Palliativversorgung stellt sich vor

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Dini Gülker-Grimm, Irmi Illing und Pater Georg Kallampalliyil (vorne von rechts) und die Bürgermeister Reinhold Teufel (Pfronstetten), Matthias Henne (Zwiefalten) und Kevin Dorner (Hayingen) arbeiten gemeinsam am Projekt »Entwicklung palliativer Lebenskultur im Landkreis Reutlingen«. (Bild: GEA/Thumm)

Die Projektleiterin des Landratsamts Reutlingen Dini Gülker-Grimm informierte die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbands Zwiefalten-Hayingen über die Entwicklungen und Angebote in der Palliativversorgung im Landkreis Reutlingen.

Von kirchlicher Seite unterstützte Pater Georg Kallampalliyil die Präsentation, ebenso wie Irmi Illing als Vertreterin der Hospizgruppe Zwiefalten.

Was früher unter »Sterbehilfebegleitung« gelaufen ist, wird heute unter der »Palliativversorgung« zusammengefasst. Damit ist eine Verwechslung mit »nicht zugelassener aktiver Sterbehilfe« nicht mehr möglich. Die demografische Entwicklung zeigt auf, dass die Zahl der hochaltrigen Menschen (über 85 Jahre) in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. Für den Zeitraum 2014 bis 2030 wird ein Anstieg dieser Altersgruppe um rund 60 Prozent prognostiziert. Das bedeutet: Es werden absehbar mehr Menschen palliative Versorgung bedürfen.

Steigender Bedarf Ein Weiterentwicklungsbedarf in der Palliativversorgung entsteht auch dadurch, dass auch jüngere Menschen von schwersten Erkrankungen mit fortschreitender Entwicklung und begrenzter Lebenserwartung betroffen sind. Auch die steigenden Zahlen demenziell erkrankter Menschen und von Menschen mit Behinderungen werden mehr die palliative Versorgung verändern.

Im Landkreis wird mit dem Projekt »Entwicklung palliativer Lebenskultur« eine Verbesserung der Versorgung für schwerstkranke und sterbende Menschen angestrebt. Mit Schulungen, der Umsetzung von abgestimmten Plänen und einer bedarfsgerechten Nutzung vorhandener Angebote im Landkreis sollen die Ziele erreicht werden. Eine Steuerungs- und verschiedene Netzwerkgruppen arbeiten an der Weiterentwicklung. Als regionale Netzwerkgruppe liefert die Palliativversorgungsgruppe Hayingen-Zwiefalten-Pfronstetten bereits konkrete Hinweise zur Weiterentwicklung der örtlichen Situation. Informationsblätter liegen aus, die besondere Randlage und ländliche Struktur erforderm ergänzende Maßnahmen, die mit den Hausärzten und anderen Akteuren besprochen werden.

Quelle: Reutlinger Generalanzeiger
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