Roland Arnold erwirbt das Schul- und Rathaus Aichelau – dem Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses steht nichts mehr im Weg

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Investor Roland Arnold und Bürgermeister Reinhold Teufel

Es war eine lange Hängepartie: Findet die Gemeinde einen vertrauenswürdigen Investor für das altehrwürdige Schul- und Rathaus in Aichelau, um dann den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses angehen zu können? Mit dem Aichelauer Unternehmer Roland Arnold wurde aus Sicht von Bürgermeister Reinhold Teufel die Ideallösung gefunden.

Seit längerer Zeit war die Gemeindeverwaltung Pfronstetten auf der Suche nach einem Investor für das Schul- und Rathaus in Aichelau, denn erst nach einem erfolgten Verkauf soll der Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in Aichelau angegangen werden. Mit Roland Arnold, dem Gründer und Geschäftsführer der örtlichen Firma PARAVAN, wurde nun ein Erwerber gefunden, der Gewähr dafür bietet, dass das ortshistorisch bedeutsame Gebäude fachgerecht saniert und unterhalten wird. In seiner nichtöffentlichen Sitzung am 31.05.2017 hat der Gemeinderat den Verkauf einstimmig gebilligt, der Notartermin soll möglichst zeitnah angesetzt werden. Über die Verkaufskonditionen wurde Stillschweigen vereinbart.

„Man kann hier schon von einer Ideallösung sprechen: Roland Arnold ist sicherlich das, was man einen bodenständigen und heimatverbundenen Unternehmen nennen kann“, so Bürgermeister Reinhold Teufel. „Gerade in den nicht einfachen Anfangszeiten seines Unternehmens hat er Aichelau die Treue gehalten, heute gehört PARAVAN zur Weltspitze im Geschäftsbereich des Unternehmens und Gäste aus aller Welt kommen nach Aichelau. Deshalb waren wir sehr erfreut, als er vor einigen Wochen uns gegenüber signalisiert hat, dass er für seine Heimatgemeinde Verantwortung übernehmen und das denkmalgeschützte Gebäude erwerben will.“

Auch hinsichtlich der künftigen Nutzung gab es keinerlei Differenzen zwischen Gemeinde und Investor: Bis zur Fertigstellung des geplanten Dorfgemeinschaftshauses für Aichelau können die örtlichen Vereine das Gebäude wie bisher nutzen. Später ist dann eine Nutzung des Gebäudes zu betrieblichen Zwecken angedacht.

„Als gebürtiger Aichelauer hat man natürlich eine besondere Beziehung zu seinem Rathaus, insofern hätte ich es selbst auch ungern gesehen, wenn dieses stattliche Gebäude in schlechte Hände gekommen wäre“ erklärte Roland Arnold. „Und schließlich habe ich auch die Zwangslage der Gemeinde gesehen, die aus – für mich als Unternehmer nachvollziehbaren Gründen – einen Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses erst dann angehen will, wenn für das bisher genutzte Gebäude eine vernünftige Folgenutzung gefunden ist. Unsere Kunden sind im Regelfall tageweise bei uns in Aichelau, um Einstellungs- und Anpassungsarbeiten an ihren Fahrzeugen vornehmen zu können. Wir sind natürlich bemüht, ihnen den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu machen, und hierfür sehe ich in diesem schönen Gebäude viel Potenzial. Aus diesem Grund lag der Gedanke nahe, der Gemeinde im Rahmen der durchgeführten Ausschreibung ein Kaufangebot vorzulegen – und damit auch den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses auf den Weg zu bringen.“

Ein abschließend formuliertes Nutzungskonzept für die künftige Verwendung gibt es noch nicht. Bürgermeister Reinhold Teufel freut sich darüber, dass Roland Arnold ausdrücklich signalisiert hat, dass er pfiffigen Ideen, die auch der Aichelauer Dorfgemeinschaft zu Gute kommen könnten, durchaus aufgeschlossen gegenüber steht. „Mit dem Förderprogram „LEADER Mittlere Alb“ haben wir auch eine interessante Möglichkeit, um für notwendige Sanierungs- und Umbauarbeiten auch Fördermittel generieren zu können. Unser nächster Gang wird deshalb zu den Regionalmanagern bei der LEADER-Geschäftsstelle führen, um hier die Chancen auszuloten“, so der Pfronstetter Bürgermeister.

Vor allem auch die Aichelauer Bevölkerung wird es mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen, dass in diese Angelegenheit nun endlich Bewegung kommt. „Die Aichelauer, insbesondere die jüngere Generation, stehen bezüglich des Dorfgemeinschaftshauses in den Startlöchern. Wir werden nun schnellstmöglich mit dem bereits gebildeten Bauausschuss die Grundlagen für die anstehende Gebäudeplanung besprechen. Der Gemeinderat hat bereits der Beauftragung des Planungsbüros Künster aus Reutlingen zugestimmt, so dass bis zum Herbst die für die Förderanträge notwendigen Unterlagen vorliegen dürften“ freut sich Reinhold Teufel.

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